Staatliche Anerkennung für Freie Duale Fachschule für Pädagogik in Stuttgart

Die Freie Duale Fachschule für Pädagogik der Konzept-e für Schulen gGmbH bildete in den letzten drei Jahren 64 Fachschülerinnen und Fachschüler zu Erzieherinnen und Erziehern aus. Ab Dezember 2016 ist die Schule nun offiziell staatlich anerkannt und darf die Abschlussprüfung selbst abnehmen.

Bereits im September 2012 öffnete die Freie Duale Fachschule für Pädagogik, Fachschule für Sozialpädagogik – praxisintegriert in Stuttgart ihre Pforten. Jetzt verlieh das Regierungspräsidium Stuttgart der Schule des freien Trägers Konzept-e für Schulen gGmbH die „Eigenschaft als anerkannte Ersatzschule“. Eine staatliche Anerkennung erhalten Schulen in freier Trägerschaft grundsätzlich erst nach drei Jahren. „Wir freuen uns, die ‚Bewährungszeit’ erfolgreich gemeistert und unsere Schule bereits gut etabliert zu haben“, sagt Geschäftsführer Clemens M. Weegmann. „Diese Freude können wir morgen gleich mit der Landtagsabgeordneten Sabine Kurtz teilen, die die Freie Duale Fachschule für Pädagogik im Rahmen des ‚Tags der freien Schulen’ besucht.“

Theorie in der Schule, Praxis in der Kita

Die Freie Duale Fachschule für Pädagogik (FDFP) bietet angehenden Kita-Fachkräften eine sogenannte praxisintegrierte Ausbildung (PIA) an. Dabei wechseln Theoriephasen in der Schule und Praxisphasen in der Kita ab. Dieses in vielen Berufen gängige System ist für die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern noch relativ neu. Der klassische Ausbildungsgang sieht eine dreijährige Schulzeit mit kurzen Praxisteilen sowie ein anschließendes Praxisjahr vor. Das Besondere an der FDFP ist, dass sich Theorie und Praxis nicht tageweise abwechseln, sondern in Blöcken von 10 bis 15 Wochen. So können die Auszubildenden beispielsweise eine komplette Eingewöhnung eines Kindes in der Praxis begleiten.

Neue Zielgruppen für die Ausbildung gewonnen

Mit dem neuen Lernmodell macht die Freie Duale Fachschule für Pädagogik, wie andere PIA-Fachschulen auch, gute Erfahrungen. „Die Fachschülerinnen und Fachschüler profitieren sehr von der engen Verzahnung von Theorie und Praxis“, erklärt Weegmann. „Durch unsere modernen und erwachsenengerechten Lehr- und Lernmethoden gelingt es uns außerdem, Personengruppen für die Ausbildung zu gewinnen, die bislang in Kitas unterrepräsentiert sind. Es finden zum Beispiel viele Menschen mit anderer beruflicher Vorerfahrung – sogenannte Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger – zu uns. Und der Männeranteil liegt bei 35 Prozent. Diese Vielfalt ist eine Bereicherung für die Arbeit in den Kitas.“

Wer sich für die Freie Duale Fachschule für Pädagogik interessiert oder mehr über die Ausbildung dort wissen möchte, findet weitere Informationen unter: www.freiedualefachschule.de – Bewerbungen für den Ausbildungsstart im September 2017 sind aktuell möglich.