„Das Gebäude ist der dritte Lehrer – daher soll es zum Lernen anregen.”

Olaf Hübner, Dipl.-Architekt und Geschäftsführer der plus bauplanung GmbH

Herr Hübner, wer sind Sie – und was bewegt Sie als Architekt?
Ich bin Olaf Hübner und Partner im Büro plus bauplanung in Neckartenzlingen. Wir sind ein 15-köpfiges Team mit Schwerpunkt auf sozialer Architektur: Schulen, Kindergärten und Jugendhäuser. Für uns ist Bauen nie nur eine technische, sondern immer auch eine soziale Aufgabe. Wir gestalten Räume für Gemeinschaften – lebendige Orte, die Menschen schützen, einladen und inspirieren. Das Ziel ist immer, ein Gebäude zu schaffen, das sich die Menschen zu eigen machen können und das echte Beziehungen stiftet.

„Gemeinsam Zukunft gestalten” heißt für Olaf Hübner: Orte schaffen, die dazu einladen, weiterzudenken, zu lernen, sich einzubringen und Neues zu entdecken.

Was war Ihre Leitidee beim element-i Bildungshaus in Karlsruhe?
In Karlsruhe wollten wir eine durchlässige, innovative Lernumgebung entwickeln, in der Kinderkrippe, Kindergarten sowie Grund- und weiterführende Schule unter einem Dach zusammenfinden. Das lange, schmale Grundstück stellte hohe Anforderungen – unsere Antwort war eine gegliederte Bauweise, die den Anforderungen der element-i Konzeption mit den verschiedenen Lernhäusern und einem zentralen Marktplatz entsprochen hat. Diese Struktur bietet Orientierung, schafft Identifikation und bildet pädagogische Offenheit auch architektonisch ab. Flexible Grundrisse und großzügige Dachterrassen ermöglichen Bewegung und Begegnung – auf allen Ebenen.

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Welche Gedanken fließen in das geplante Bildungshaus in Stuttgart ein?
In Stuttgart sind die Voraussetzungen andere: Das Grundstück ist recht klein, die städtebaulichen Rahmenbedingungen eng. Hier braucht es pragmatische Lösungen. Gleichzeitig wollen wir aber den Geist der element-i Pädagogik unbedingt bewahren. Nur so kann aus der Architektur ein echter Bildungsort werden. Das wird daher unser Kompass in der weiteren Planung bleiben.