„Es geht darum, junge Menschen zu stärken.”

Marjoke Breuning, Stadträtin in Stuttgart und stv. Beiratsvorsitzende der element-i Bildungsstiftung

Wenn Marjoke Breuning über Bildung spricht, dann nicht in Schlagworten. Sondern in Zusammenhängen. In Perspektiven. Und mit einer Überzeugung, die sich durch ihre gesamte Biografie zieht. Die Unternehmerin, Gemeinderätin und Vorsitzende der Wirtschafts- und Industrievereinigung Stuttgart e. V. bringt sich mit Energie und Erfahrung in vielen Bereichen ein – unter anderem als engagiertes Beiratsmitglied der element-i Bildungsstiftung.

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„Ich möchte Brücken bauen – zwischen Wirtschaft, Politik und Bildung.“

Für Marjoke Breuning ist klar: Bildung beginnt nicht in der Berufsschule oder im Studium. Sondern viel früher – in der Kita, im Alltag, im Spiel. Frühkindliche Bildung ist für sie kein Nischenthema, sondern ein gesellschaftlicher Kernauftrag. „Bildung ist der Schlüssel für beruflichen Erfolg, für Persönlichkeitsentwicklung und für eine offene, demokratische Gesellschaft. Und deshalb müssen wir früh ansetzen.“ Schon seit über zwanzig Jahren kennt sie das KONZEPT-E Netzwerk, heute begleitet sie die Bildungsstiftung als aktive Förderin und Botschafterin. Ihr Ziel: Das Netzwerk bekannter machen, Türen öffnen, Unterstützer:innen gewinnen.

„Es ist großartig, wie viele engagierte Menschen mit Herzblut hinter dieser Idee stehen.“

Für sie ist die Bildungsstiftung ein Ort gelebter Verantwortung: Bildung unabhängig vom Geldbeutel der Eltern, offen für alle Kinder – besonders auch für jene, die sonst keine Förderung erhalten würden. „Wir müssen Kinder mitnehmen, die sonst durchs Raster fallen.“
Marjoke Breuning weiß, wovon sie spricht. Sie wuchs in einem bildungsbürgerlichen Haushalt auf, lernte Instrumente, besuchte Museen. Aber auch eine unternehmerisch geprägte Umgebung war Teil ihrer Kindheit: „Im Unternehmen meiner Eltern durfte ich malen, pinseln, handwerkliche Dinge ausprobieren. Diese Vielfalt hat mich geprägt.“ Bildung bedeute für sie daher nicht nur schulische Wissensvermittlung, sondern ganzheitliche Entwicklung.

„Gemeinsam Zukunft gestalten” heißt für Marjoke Breuning: früh investieren, gezielt fördern und gemeinsam dafür sorgen, dass jedes Kind die Chance hat, sich zu entfalten.

Was sie sich für die Bildungslandschaft wünscht?

Klarere Zuständigkeiten, weniger Bürokratie, mehr Verlässlichkeit. „Ich würde den Föderalismus im Bildungsbereich abschaffen. Standardisierung kann helfen, damit Pädagoginnen und Pädagogen sich wieder mehr auf die Kinder konzentrieren können.“ Und: „Sprache ist der Schlüssel – besonders in Städten mit hohem Migrationsanteil.“ Am Ende geht es ihr nicht nur um Leistung, sondern um Haltung. Sie wünscht sich, dass jedes Kind gesehen wird, mit seinen Stärken wie mit seinen Herausforderungen. Denn wer früh lernen darf, sich selbst zu entwickeln, kann später auch Verantwortung übernehmen – beruflich, gesellschaftlich, privat.

„Die Wirtschaft profitiert davon, wenn Bildung gelingt – und sie sollte ein aktiver Teil davon sein.“ 

Als Ausbilderin von über 50 Auszubildenden weiß sie: Auch Unternehmen haben einen pädagogischen Auftrag. „Es geht nicht nur um berufliche Qualifikation, sondern auch darum, junge Menschen zu stärken.“ Die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Bildung ist für sie deshalb kein Nice-to-have, sondern eine Notwendigkeit.